Der Wolf in Willich – nur eine Frage der Zeit

Nach einem Gespräch mit dem Willicher Ortslandwirt ist die CDU-Ratsfraktion besorgt über die zunehmende Verbreitung von Wölfen in der Region. Mitte Mai war ein Wolf auf Kölner Stadtgebiet aufgetaucht – nach Einschätzung von Fachleuten sei es nur eine Frage der Zeit, bis auch die Stadt Willich betroffen sein werde. „Der Wolf ist zurück in Nordrhein-Westfalen und vermehrt sich rasch. In zwei, drei Jahren wird er auch in Willich sein – auf die damit verbundenen Konflikte müssen wir vorbereitet sein“, fordert Markus Fliege, Sprecher der CDU-Fraktion im Ausschuss für Umwelt und Nachhaltigkeit. Einerseits genieße der Wolf den höchst möglichen Schutzstatus und dürfe daher nicht gejagt werden. Andererseits müssten die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet und die Interessen von Tierhaltern berücksichtigt werden. Fliege: „Zwar gibt es in Willich keine Schafherden, aber wir haben zahlreiche wertvolle Pferdehaltungen in unserer Stadt, auch mit Jungtieren, die von Wolfsrissen betroffen sein könnten. Die Lösung kann keineswegs in immer höheren Elektrozäunen bestehen.“

Die CDU-Fraktion warnt davor, dem Artenschutz einseitig Vorrang zu geben und dabei das berechtigte Schutzbedürfnis von Pferdehaltern aus dem Auge zu verlieren. Geprüft werden müsse eine Begrenzung der Zahl der Wölfe in Deutschland, damit eine gefahrlose Weidetierhaltung auch in Zukunft möglich bleibe.

Bessere Luft in Willich – mit Filtern für Kamine

Um die Luftqualität in Willich nachhaltig zu verbessern, will die CDU-Ratsfraktion die Nachrüstung von Holzkaminen und Holzkaminöfen mit Feinstaubfiltern beschleunigen. „Die Grenzwerte, die das Immissionsschutzgesetz für Kamine und Kaminöfen vorschreibt, sollen flächendeckend und möglichst frühzeitig eingehalten werden“, erklärt CDU-Ratsfrau Stephanie Worms als Antragstellerin. Sie verweist auf die Gesundheitsbelastung vor allem durch Feinstaub, der beim Verfeuern von Holz im Kamin entsteht. Dies sei inzwischen ein echtes Problem vor allem in Wohngegenden in Willich, in denen offene Kamine stark verbreitet sind.

Markus Fliege, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: „Die Filter sind seit einigen Jahren verfügbar und können mit vertretbarem Aufwand bei der jährlichen Prüfung durch die Schornsteinfeger nachgerüstet werden.“ Die CDU will von der Verwaltung prüfen lassen, ob die derzeit noch freiwillige Nachrüstung verpflichtend gemacht werden kann. „Wichtig ist außerdem, dass die Stadt bei den Besitzern der Anlagen für eine vorzeitige Nachrüstung wirbt und dabei über die Auswirkungen auf den Gesundheitsschutz aufklärt“, so Worms.

CDU-Fraktion unterstützt Guido Görtz

„Die Gesamtfraktion der CDU Willich – Ratsmitglieder, sachkundige Bürgerinnen und Bürger – unterstützt einstimmig die Kandidatur von Guido Görtz zur Nominierung zum Landtagskandidaten.“ Für CDU-Fraktionschef Paul Schrömbges vollendet sich so das Bild einer geschlossenen Unterstützung für Görtz in der Willicher CDU: „Der CDU-Vorstand, die Fraktion und die Vereinigungen haben sich klar positioniert: Görtz soll es machen.“

Nun gehe es darum, im Kreis Viersen um Unterstützung für die Nominierung Wahl zu werben: „Wir Willicher werden unsere Netzwerke aktivieren. Ich bin sehr optimistisch, dass das erfolgreich sein wird,“ so Schrömbges. In der vorigen Woche hatte der Willicher CDU-Vorstand Görtz einstimmig als CDU-Kandidaten für das Landtagsmandat im Wahlkreis Viersen I (Schwalmtal, Viersen, Willich) für die Landtagswahl im nächsten Jahr vorgeschlagen.

Mit Live-Übertragung neue Wege in die Öffentlichkeit suchen

„Rats- und Ausschusssitzungen sind grundsätzlich öffentlich.“ CDU-Ratsmitglied Florian Rick weist darauf hin, dass dies ein großes Gut der Demokratie ist: „Rat und Ausschüsse mauscheln nicht, sondern diskutieren und entscheiden öffentlich.“ Nun sei der Besucherstrom zu den Sitzungen „eher übersichtlich“, was auch nachvollziehbar sei: „Es sind oft lange Tagesordnungen und komplexe Sachverhalte zu erörtern. Das ist für Zuhörer*innen nicht immer einfach.“ In den vergangenen Monaten der Coronapandemie seien zudem viele Sitzungen ausgefallen und die Sorge um die Gesundheit und die Hygiene- und Abstandsregelungen hätten manchen davon abgehalten, zu den Sitzungen zu kommen.

„Ich habe die Fraktion deshalb gebeten, dem Rat vorzuschlagen, zukünftig Rats- und Ausschusssitzungen als Livestream zu übertragen.“ Die Verwaltung soll dazu die technischen, rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen prüfen und dem Rat zur Entscheidung vorlegen. „Auch der zurückliegende Kommunalwahlkampf war schon wesentlich durch digitale Medien bestimmt.“ Das solle man nun auch für die Ratsarbeit prüfen, „um Öffentlichkeit auf neuem Weg herzustellen.“ Das Thema werde derzeit auch in anderen Städte- und Gemeinderäten diskutiert. In der Willicher CDU-Fraktion habe man den von der Jungen Union eingebrachten Antrag kritisch besprochen, sich aber entschlossen, das Thema auf den Weg zu bringen.

Antrag im Umweltausschuss erfolgreich: Mehr Schrebergärten in Willich

Die CDU hat sich im Umweltausschuss der Stadt Willich mit einem Antrag durchgesetzt, der die Erweiterung oder Neuanlage von Kleingärten zum Ziel hat. „Gerade in der Corona-Pandemie ist noch einmal besonders deutlich geworden, dass es in unserer Stadt einen großen Bedarf an Schrebergärten gibt, zum Beispiel als Ausgleich zum Homeoffice in der Mietwohnung“, erklärt die Initiatorin des Antrags, CDU-Ratsfrau Stephanie Worms. Daher soll die Verwaltung ein Konzept erstellen, das die derzeitigen Flächen sowie Vereins- und Eigentümerstrukturen in Willich erhebt und Standorte für Erweiterungen oder Neuanlagen identifiziert. Für geeignet und kurzfristig nutzbar hält Worms die für das inzwischen nicht mehr realisierbare Wohngebiet Wekeln X vorgesehene Fläche im Norden von Wekeln, die an eine vorhandene Kleingartenanlage angrenzt.

Markus Fliege, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, begründet den Antrag: „Kleingärten haben vielfältige Funktionen: als städtische Grünflächen, ökologisch wertvolle Refugien und Orte des Natur- und Umwelterlebens. Sie bieten Orte der Entspannung, die Möglichkeit zur Eigenerzeugung von Obst, Gemüse und Blumen und leisten wichtige Beiträge für gesellschaftliche Integration, kulturelle Vielfalt und Stadtkultur.“

Worms und Fliege verweisen darauf, dass nach der Landesverfassung in Nordrhein-Westfalen die Kleingartensiedlung und das Kleingartenwesen zu fördern seien. Sie sehen daher gute Chancen, dass Initiativen der Stadt Willich durch das Land finanziell unterstützt werden können. Der CDU-Antrag wurde von SPD und FDP unterstützt, die Grünen stimmten dagegen.

FÜR WILLICH konzeptlos und uninformiert

Die CDU-Fraktion weist die in der Presse geäußerte Kritik von FÜR WILLICH Chef Detlef Nicola gegen den im Haupt- und Finanzausschuss auf Antrag der CDU-Fraktion mehrheitlich befürworteten Hilfsfonds für Einzelhändler und Gastronomen als „pure Polemik und Wichtigtuerei“ zurück.

Handlungsbedarf auf den Friedhöfen

Gegenwart und Zukunft der Friedhöfe unserer Stadt sind ein wichtiges Thema für die kommende Ratsperiode.“ Johannes Bäumges, CDU-Obmann im Ausschusses für Abgaben und Gebühren im Willicher Stadtrat, hat die Friedhöfe auf die Agenda der CDU-Fraktion gesetzt. „Die neuen Bestattungsformen führen dazu, dass wir die auf Erweiterung geplanten Friedhöfe in dieser Form nicht mehr benötigen.“  Die CDU-Fraktion hat auf Bäumges‘ Vorschlag hin einen Antrag auf Erarbeitung eines ‚Masterplans‘ Friedhöfe auf den Weg gebracht, der Ende 2022 fertiggestellt sein soll.

Unterstützung für das Gewerbe in Willich

„Wir haben lange miteinander diskutiert,“ blickt CDU-Fraktionsvorsitzender Paul Schrömbges auf die Haushaltsberatungen seiner Fraktion zurück. „Die Problemanalyse unserer Mittelstandsvereinigung zur wirtschaftlichen Situation zahlreicher Einzelhändler war zutreffend und blieb unwidersprochen. Es ist zu befürchten, dass auch in Willich Einzelhändler und Gastronomen die Folgen des Lockdowns wirtschaftlich nicht überleben werden.“ Insbesondere in den Innenstadtbereichen könne eine Starthilfe der Kommune bei der Wiedereröffnung der Betriebe besonders hilfreich sein.

Hilfe für die Vereine

„Die aktuellen Lockdown-Vorschriften treffen die Menschen und die Unternehmen hart,“ die Sehnsucht nach Öffnungen des Lebens nehme zu. „Aus dem Blick geraten sind in den vergangenen Monaten die Vereine“ stellt Sebastian Foitzik fest, Vorsitzender des Ausschusses für Sport und Freizeit im Willicher Stadtrat. „Seit einem Jahr wird nicht mehr musiziert, die Brauchtumsveranstaltungen fallen aus, Sport im Verein findet nicht mehr statt. Das ganze Vereinsleben ruht. Das geht an die Substanz, wirtschaftlich und sozial,“ so Sebastian Foitzik. der aus stellvertretender Fraktionsvorsitzender ist. 

Einsam soll man nicht sein

„Die aktuelle Pandemie rückt ein Phänomen in den Focus, das wir ansonsten wenig beachten oder übergehen: die Einsamkeit.“ Elisabeth Siemes, Ratsfrau für die CDU im Willicher Stadtrat, lässt die Sorge nicht los, dass dabei nur die Spitze eines Eisberges sichtbar wird. „Natürlich wissen wir, dass seit dem Lockdown insbesondere viele ältere Mitbürger*innen alleine in ihren Wohnungen sind und nur wenige Außenkontakte pflegen können.“