CDU fordert Erhalt des Katharinen-Hospitals

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Die Ratsmitglieder der CDU fordern Aufklärung über einen möglichen Weiterbetrieb sowie nach einer möglichen Schließung Aufklärung über die notärztliche Versorgung, einen fairen Umgang mit den Mitarbeitern und Informationen über getätigte Investitionen Die CDU-Fraktion im Willicher Stadtrat kritisiert die Ankündigung der Augustinus-Kliniken, das Krankenhaus schließen zu wollen. „Eine Schließung des Willicher Krankenhauses wäre ein schwerer Schlag für die Stadt. Die CDU-Fraktion fordert den Erhalt und den Weiterbetrieb des Willicher Katharinen-Hospitals. Deswegen fordern wir die Augustinus-Kliniken auf, ihre Entscheidung zu überdenken“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Siegfried Kirsch. In der CDU-Fraktion herrschte am Montagabend große Betroffenheit. „Wir sind von der Mitteilung der Augustinus-Kliniken überrascht worden“, so Kirsch. Es sei unverständlich, warum der Betreiber nicht über die finanzielle Lage informiert hat, sondern jetzt öffentlich mitteilt, das Krankenhaus sei nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. „Warum hat der Betreiber denn in den vergangenen Jahren in den Standort investiert und unter anderem einen Neubau errichtet?“ In die Betroffenheit mischt sich auch Sorge um die medizinische Versorgung der Bürger in der Stadt Willich, sollte das Krankenhaus geschlossen werden. „Ich kann den Ärger vieler Willicher über die Schließungspläne gut verstehen. Wir müssen uns jetzt gemeinsam für den Erhalt des Katharinen-Hospitals einsetzen“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Die Ratsmitglieder der CDU einigten sich auf vier zu klärende Punkte:

Die CDU-Fraktion bittet die Stadt Willich, Gespräche mit den Augustinus-Kliniken aufzunehmen, um zu klären, unter welchen Voraussetzungen das Katharinen-Hospital weiterbetrieben werden kann. „Wenn die Rettung nicht gelingen sollte, müssen wir aber auch auf die Zeit nach einer möglichen Schließung vorbereitet sein“, sagte Kirsch. Deswegen möchte die CDU-Fraktion von der Stadtverwaltung wissen, wie die notärztliche Versorgung sichergestellt wird, falls das Katharinen- Hospital tatsächlich Mitte des kommenden Jahres schließen sollte. „Es muss sichergestellt sein, dass alle Willicher Bürger schnell in den umliegenden Krankenhäusern versorgt werden. Wir möchten von der Stadtverwaltung wissen, welche Schritte eingeleitet werden müssen, um die Versorgung mit einem Notarzt zu gewährleisten“, so Kirsch. In den vergangenen Jahren habe die Stadt Willich in die Rettungs- und Feuerwachen investiert. Das müsse sich jetzt auszahlen.In Bezug auf die Mitarbeiter fordert die CDU-Fraktion die Augustinus-Kliniken zu einem fairen und transparenten Umgang auf. „Es geht um wirtschaftliche Existenzen der Mitarbeiter, darunter sind auch viele Willicher. Wir möchten wissen, welche Beschäftigungsmöglichkeiten den Angestellten in anderen Häusern angeboten werden können. Der Betreiber muss die Mitarbeiter über seinen Sozialplan informieren und transparent darlegen, zu welchen Bedingungen sie sich auf neue Stellen innerhalb des Unternehmens bewerben können.“ In der CDU-Fraktion herrschte große Verwunderung, dass der Betreiber das Krankenhaus vor sechs Jahren von der Kirchengemeinde übernommen hat und sich nach so kurzer Zeit zur Schließung entscheidet. Die Augustinus-Kliniken müssten darüber informieren, wann die Pläne zur Schließung aufgestellt wurden und warum trotzdem noch vor Kurzem in den Ausbau des Willicher Standortes investiert wurde. 

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