CDU fordert Konzept für Asylbewerber und Migranten in Willich – Geld statt Gutscheine?

In den vergangenen Monaten sind vermehrt Zuwanderer, vor allem aus südeuropäischen Staaten, nach Deutschland und nach Willich gekommen. Zudem stieg die Zahl der Asylbewerber in der Stadt von 80 auf über 200 Menschen Ende 2013.

 Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Willich fordert daher jetzt die Verwaltung per Antrag auf, diese Entwicklungen und die damit verbundenen Herausforderungen für die Verwaltung und öffentliche Einrichtungen wie zum Beispiel Schulen, darzustellen. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie Leistungen der Stadt an die Migranten gewährt werden. „Uns ist es wichtig, dass die Menschen, die nach Willich kommen, hier gut integriert werden. Deswegen möchten wir wissen, welche Integrationsangebote die Stadt Willich machen kann, ergänzend zu den gesetzlichen Angeboten. Und welche dieser Angebote gefördert werden können, zum Beispiel durch das Bundesamt für Migration“, sagt Dieter Lambertz, Vorsitzender des Sozialausschusses. Dabei gehe es vor allem um Zuwanderer mit dauerhafter Bleibeperspektive. Bereits im Dezember hatte der Stadtrat 40.000 Euro für Sozialarbeit für Asylbewerber bewilligt, beauftragt wurde die Arbeiterwohlfahrt mit dieser Aufgabe.

Wegen Diebstahl und Abzocke unter den Asylbewerbern hatte die Stadt vor einigen Jahren die Leistungen von Geld- auf Sachleistungen umgestellt. „Es stellt sich jetzt die Frage, ob diese Gründe weiterhin bestehen oder ob nicht neue Entwicklungen zu berücksichtigen sind“, sagt Bernard Henter, Sprecher der Fraktion im Sozialausschuss. Die CDU möchte daher von der Verwaltung wissen, welcher Arbeitsaufwand durch den Anstieg der Asylbewerber in die Stadt hinzugekommen ist und ob genügend Arbeitskapazitäten vorhanden sind, um Gutscheine oder Sachleistungen an die Asylbewerber auszuhändigen. „Wir möchten nicht nur eine Übersicht über die Kosten haben, sondern auch wissen, wie die Situation in den Unterkünften ist und der Einkauf mit Gutscheinen erfolgt. Wenn sich die Situation geändert hat, es machbar ist und die für die Verteilung und Abrechnung der Gutscheine zusätzliche Zeit an anderer Stelle – beispielsweise für Zuwanderer mit Bleibeperspektive – effizienter eingesetzt werden kann, sollten wir darüber nachdenken, Geldleistungen statt Leistungsgutscheine zu gewähren“, so Henter.

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