Grenzüberschreitende Entwicklung nutzen

„Der Kreis Viersen muss in Brüssel ein Gesicht bekommen“, so der niederrheinische Europaabgeordnete Karl-Heinz Florenz. Europa, Bund, Land und Kreis: Die grenzüberschreitende Entwicklung stellt eine große Chance für den Kreis Viersen dar, waren sich die Abgeordneten Dr. Marcus Optendrenk, Karl-Heinz Florenz und Uwe Schummer einig. Gerade im Bereich des Verkehrs habe man zwar viel erreicht, als Beispiel nannten die Politiker den erfolgreichen Autobahnanschluss der A 52 sowie der A 61. „Jetzt muss die Schiene folgen“, betonte Dr. Optendrenk. „Unser Ziel ist die Zweigleisigkeit der Bahnverbindung zwischen Venlo und Viersen. Oberste Priorität liegt auf der Beseitigung des Engpasses zwischen Kaldenkirchen und Dülken,“ so Optendrenk. Klar definiertes Ziel der Unionspolitiker ist die Beseitigung der Eingleisigkeit auf dieser Strecke. Die Kosten sind bereits bestimmt: 45 Mio. Euro würde dieser Ausbau kosten. Auch die Wirtschaftlichkeit im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Analyse unterstreicht die Bedeutung des Projektes. „Der Kosten-Nutzen-Koeffizient liegt bei 17,7. Das bedeutet der volkswirtschaftliche Nutzen ist fast 18 mal höher, als die Realisierungskosten“, unterstrich Marcus Optendrenk. Schummer, Optendrenk und Florenz setzen sich zur Zeit dafür ein, dass das Projekt im Bundesverkehrswegeplan 2015 höchste Priorität erfährt. Auch die Thematik Lärmschutz wurde von den Politikern berücksichtigt, „Der Verkehr muss fließen. Heute sind Insbesondere die zahlreichen Bremsvorgänge ein Problem“, so der Europaabgeordnete, Karl-Heinz Florenz. Der „aktive Lärmschutz“, beispielsweise in der Form von Lärmschutzwänden oder Lärmschutzfenster soll bei der Realisierung des Projektes auch umgesetzt werden.
Neben den Verkehrsthemen wollen die Unionspolitiker in den Themenfeldern Ausbildung, Arbeitsmarkt und Wirtschaft die grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter vorantreiben. „Unser Ziel ist es die Kooperation der regionalen Hochschulen, der Fontys in Venlo, der Hochschule Niederrhein und der Hochschule Rheinschule Rhein-Waal weiter voranzutreiben“, betonte Uwe Schummer, Obmann für Bildung und Forschung der CDU/CSU Bundestagsfraktion. Im Bereich des Tourismus fordert die CDU eine engere Verknüpfung. „Freizeitangebote müssen grenzüberschreitend miteinander verknüpft werden. Auch eine gemeinsame Vermarktung wäre vollstellbar“, so Florenz. Gerade im Tourismusbereich könnten sich die Abgeordneten vorstellen, dass Brüssel weitere Unterstützung leisten könnte. „Sprachförderung, ob Englisch oder niederländisch bzw. deutsch“, schlug Uwe Schummer vor. „Unser Ziel ist es, den grenzüberschreitenden Gedanken in allen Bereichen noch mehr in den Köpfen der Behörden, der Unternehmer und der Menschen in unser Grenzregion zu verankern“, unterstrich Dr. Marcus Optendrenk. Erste Gespräche für europäische Fördermaßnahmen aus Brüssel für die Region sollen noch vor der Sommerpause stattfinden.

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